Eternity Magazin

fleshcrawl_structuresofdeath.jpgFLESHCRAWL sind zurück. Nach guten vier Jahren meldet sich die schwedischste Band Deutschlands mit der Scheiblette „Structures of death" zurück. Geändert hat sich an der Mixtur aus DISMEMBER und BOLT THROWER mal grad gar nichts, was die Fans der Truppe in Verzückung treiben sollte. Altbacken? Oh ja, und wie! Dreist angelehnt an die beiden genannten Bands? Oh ja! Ist uns das egal? OOOOH JA!!

Bereits seit 1987 treiben FLESHCRAWL ihr Unwesen in Deutschlands Death Metal Universum und haben sich stets durch Beharrlichkeit in ihrem Sound ausgezeichnet. „Schwedisch wies nur geht", heißt das Erfolgsrezept der Veteranen. Der Ultimative Marshall Gitarrensound, der Bands wie DISMEMBER auszeichnet, kommt auch hier ganz deutlich zu tragen, genau wie die an MAIDEN angelehnten gedoppelten Leads. Man könnte FLESHCRAWL natürlich vorwerfen, dass sie sich zu sehr an anderen Bands orientieren und sogar deren Trademarks „ausborgen". Aber warum sollte man das tun, wenn die Band immer wieder solch knackigen, Freude bringenden Scheiben wie „Structures of death" auf den Markt bringt?

In direkter Fortsetzung des Vorgänger „Made of flesh" donnert der Titeltrack gleich wie ein D-Zug los und überzeugt jeden, der den Deutschen nichts mehr zugetraut hätte. „Into The Fire Of Hell" ist danach ganz als Walze ausgelegt und erinnert nicht wenig an den englischen Panzer BOLT THROWER. Groovend wie die Wutz zu jeder Minute, wird der Song live für mächtig schmerzende Nacken sorgen.
Zu erwähnen wäre dringlich, dass sich FLESHCRAWL musikalisch an der ersten Welle des schwedischen Death Metals, praktisch dort, wo alles mit GRAVE, DISMEMBER, ENTOMBED etc begann, orientieren und nicht an der neueren Welle, die wohl hauptsächlich von ARCH ENEMY angeführt wird. Filigran ausgearbeitete Gitarrenmotive und Handgelenk - brechende Soli haben hier gar nichts verloren! Die technischen Fähigkeiten stimmen selbstverständlich, allerdings mag man es hier eher etwas einfacher, wichtig ist der simple Groove und die direkte Klopperei im Thrash - Rhythmus. Wie die Helden von damals! Die alte Schwedenschule!

Ein geiler Song nach dem anderen. Gehüllt in einen Sound, der, wie kann es anders sein, sogar in Schweden gemixt wurde. Authentizität bis ins letzte Detail!
Dem Gitarrensound ist dies besonders anzumerken, schon beim ersten Ton eine eindeutige Sache!

Mit „Structures of death" haben es FLESHCRAWL wieder mal geschafft, ein Stückchen besser zu werden, wenn ihr Sound auch seit etlichen Jahren kein Schritt zur Seite gemacht hat! Songs wie das geniale „Nothing But Flesh Remains" beweisen aber, dass die eingeschlagene Richtung noch lange nicht ausgereizt ist und die deutsche Truppe es immer wieder schafft, guten Death Metal zu veröffentlichen. Der Stein der Weisen ist bei FLESHCRAWL zwar nicht zu finden, aber dafür einen Haufen Genickschmerzen und Ohrensausen. Wo bekommt man heute noch das, was man erwartet? Hier auf jeden Fall! Wer auf Schwedentod der alten Schule steht, der darf hier nicht wegschauen, kaufen. Los! (Bernie)

 

Bewertung: 8,0 / 10

 Anzahl der Songs: 12
Spielzeit: 41:30 min
Label: MetalBlade Records
Veröffentlichungstermin: 21.09.2007

 

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