aeon_risetodominate.jpg "Es ist schwer, eine Death Metal-Band zu finden, die gleichzeitig so unglaublich brutal und ansteckend eingängig ist. AEON ist eine dieser wenigen Bands!" lautet das Lob von CANNIBAL CORPSE Basser Alex Webster. Genug, um Metal Blade auf sich aufmerksam zu machen und dort das neue Album „Rise to dominate" zu veröffentlichen.

AEON kommen aus Schweden, ihr Sound klingt aber ganz deutlich nach Florida und Bands wie CANNIBAL CORPSE und alte DEICIDE. Besonders erstere hat es den Schweden angetan, man fühlt sich an vielen Stellen an die Kultkombo erinnert. Beeindruckend, denn AEON holzen auf einem ähnlichen musikalisch, technischen Level wie die Kannibalen, was nicht viele Bands von sich behaupten können!

Was „Rise to dominate" also birgt, ist technischer, brutaler Death Metal in mehreren Geschwindigkeitslagen. Es wird immer wieder aufs fieseste losgeprügelt, aber nicht ohne zwischendurch in einen typischen Kannibalen - Groove zu gleiten (besonders im Opener „Helel Ben-Shagar" und „When the war comes"). „You pray to nothing" zum Beispiel offenbart sich als zäher Stampfer, der verdammt viel MORBID ANGEL in sich trägt, wo wir mal wieder bei Florida wären. AEON klingen so gar nicht schwedisch. Äußert erfrischend, mal US-Death Metal aus dem Land des Knäckebrots zu hören.

„Rise to dominate" hat zwei große Vorteile und einen Nachteil. Schon mal ein positives Ergebnis im Großen und Ganzen. Vorteil Nummer eins ist die Stimme von Sänger Tommy Dahlström, der mit dem extrem saftigen Organ ausgestattet ist. Irgendwo zwischen Glen Benton und Peter Tägtgren bei BLOODBATH (ganz besonders bei „Spreading their disease") growlt und kreischt sich der Mann die Seele aus dem Leib. Diese Stimme würde sich verdammt gut bei allen bisher genannten Bands machen, ganz groß!
Der zweite Vorteil ist die absolut fette, perfekte Death Metal Produktion von Altmeister Dan Swanö. Fetter kann man Gitarren einfach nicht abmischen, großartige Arbeit!! Hier stimmt alles und trotz der Dichte des Sounds ist jedes Detail zu hören.

Der Nachteil von „Rise to dominate" verbirgt sich in den recht infantilen Texten. Über die generelle Ausrichtung der Lyrics auf satanische und antichristliche Inhalte bedarf es keiner Diskussion, daran gibt es nichts zu mäkeln, gehört dieses Thema doch zum Standard - Repertoire der meisten Death und Black Metal Bands. Problematisch wird es nur, wenn Textzeilen wie „I am my own god, so fucking Jehova go away" zu hören sind, die, sagen wir mal so, nicht gerade poetisch klingen. Man sollte sich nicht als Lyrikprofessor aufspielen, das ist richtig, aber bei einem Thema, das schon so oft behandelt wurde, darf man lyrisch Besseres erwarten.

Ansonsten war's das mit den Mängeln, somit steht es also 2:1 für AEON. „Rise to dominate" ist ein Pflichtalbum für alle US - Death Metal Fans. Hier wird alles geboten, was das Herz begehrt und das gleich in ganzen 12 Songs. Also genug Value for money, was man von den Original US-  Bands nicht immer sagen kann. Sich „Rise to dominate" zuzulegen, macht glücklich, hier wird gebollert, geprügelt, gefrickelt, gegroovt, geholzt, gegrowlt, gekrischen, getötet...
Ein paar Highlights fehlen noch, um an die Großen ran zu reichen, aber der Weg dahin ist geebnet, mit AEON ist in Zukunft zu rechnen! They will rise to dominate. (Bernie)

Bewertung: 8 / 10

Anzahl der Songs: 12
Spielzeit: 45:05 min
Label: MetaBlade Records
Veröffentlichungstermin: 07.09.2007

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