| Divine Heresy - Bleed the fifth |
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„Archetype" als das quasi Comeback von FEAR FACTORY ohne Cazares (vor dem Reinfall „Transgression") war mit Nichten schlecht, im Gegenteil, wartete es mit allen Trademarks der Band auf, ohne wieder wie in der Zeit davor immer mehr in Industrialgefilde abzuweichen. Was Cazares aber mit DIVINE HERESY auf die Menschheit loslässt, gehört fast verboten. Solch Brutalität und Kompromisslosigkeit hat man lange nicht mehr gehört! DIVINE HERESY erscheint an vielen Stellen als der böse, um einiges brutalere und auch metallischere Bruder der Angstfabrik. Die Basis heißt hier ganz klar Death Metal der modernen Kategorie. Modern auch in weiten Teilen aufgrund des Gesangs, der doch eher an Hardcore Shouts angelehnt ist, als an typische Growls. Ein Zugeständnis an die Moderne, wie es bei Cazares nicht verwundern sollte. Sänger Tommy Vent langweilt allerdings zu keiner Sekunde mit monotonen Shouts, sondern überzeugt vor allem mit seiner cleanen Stimme, die einem Burton C. Bell um Lichtjahre voraus ist! Songs wie das genialen „Failed creation", den Übersong und vielleicht besten Song des Albums „Impossible is nothing" oder auch „Savior self" überraschen mit wunderschönen Refrain, die im brutalen Prügelkontext wie Inseln der Melodiösität wirken. „Closure" schließt das Album wie auch bei FEAR FACTORY oft üblich, sehr ruhig und melodiös. Hier kann Vent noch mal extra zeigen, was er kann. Großartig. „Rise of the scorned" könnte als Blaupause für das ganze Album herhalten, sind doch alle Merkmale des neuen Cazares Sounds darin verwoben. Schier unmenschliche Prügelei, bei der vor allem Ex-HATE ETERNAL Drummer Tim Yeung mit seiner unfassbaren Leistung hervorsticht (welch abartig perfekte Blastbeats der Mann raus haut...), ruhige, fast atmosphärische Passagen und ein gar epischer, fantastisch gesungener Refrain.
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