Eternity Magazin

Behemoth - The Apostasy

Polen ist ein lustiges Land mit Zwillingen an der Regierung, die sich zurzeit eine öffentliche Schlacht mit dem Europäischen Riesen liefern. Was man allerdings nicht vergessen darf, ist die Tatsache, dass unser Nachbar im Nahen Osten einen absolut einzigartigen Exportschlager hat, nämlich typischen polnischen Death Metal! Und BEHEMOTH beweisen mit „The apostasy“ nun wieder mal eindrucksvoll, dass daran auch niemals etwas ranreichen wird!

„Not final master“ prangt es in großen roten Lettern vom Pappschuber. Dann will ich das Endergebnis gar nicht erst hören, denn viel intensiver kann man dem Hörer nun wirklich nicht die Lampen ausschießen.
Und Intensität ist hier wahrlich das Stichwort! Die Landeskollegen von VADER machen es vor, die Essenz X (ja, ich klaue von meinen eigenen Reviews ;-)) in Sachen Polen Death ist Intensität, bedingungslose, erbarmungslose Intensität!

„Slaying the prophets ov Isa“ haut einem gleich zu Beginn so kompromisslos das Toupet vom Schädel, wie man es selbst von BEHEMOTH nicht erwartet hätte. „Prometherion“ legt in gleicher Weise los und es wird immer fraglicher, ob die Maschine hinter den Drums wirklich ein Mensch sein kann. „Kreigsphilosophie“ lässt diese Frage auf beeindruckende Weise brisant werden. Gerade dieser Brecher offenbart ganz besonders die Trademarks der Polen - Legende wie kein anderer von „The apostasy“: an Genialität grenzende Technik, Hooks, die sich im Hirn festfräßen, ein mystisches Chaos, das einem die Sinne raubt und ein gigantischer Bombast, der in die Knie zwingt. Alles perfekt ausgeklügelt und mit orientalischen Melodien gewürzt und von der unnachahmliche, einzigartigen Stimme Nergals intoniert. Kurzum: beeindrucken BEHEMOTH!

Inferno, ein wahres Inferno. Auch wenn man sagen muss, dass „The apostasy“ nicht ganz so abwechslungsreich und eingängig geworden ist wie sein Vorgänger, die Intensität hat sich auf beeindruckende Art und Weise erhöht. Das erwähnte Maschinen - Drumming hat einen nicht unerheblichen Anteil daran. Einfach nur unfassbar…
BEHEMOTH haben es eindrucksvoll geschafft, sich komplett von ihrer Black Metal Vergangenheit zu lösen (der einige wohl für immer nachtrauern werden) und sich mit den Kollegen von VADER zu DER Death Metal Referenz Polens gemausert! Die Mischung des typischen polnischen Sounds mit der geheimnisvollen Mystik von MORBID ANGEL und den immer wieder kehrenden orientalischen Verweisen in Leads und Chören, die derweilen ein wenig an NILE erinnern lässt, machen BEHEMOTH zu einer absolut einzigartigen Band, die niemanden mehr über sich dulden muss. BEHEMOTH sind durch ihre eigenen Trademarks bereits nach den ersten Sekunden zu erkennen und DAS macht eine Klasse 1 Band aus!

„Be without fear“ überzeugt mit ultra fettem Staccato Riffing und treibenden Doublebass Teppichen, wohingegen die glasklaren, feinen Leads als Gegengewicht fungieren und dem Ganzen eine besondere Note geben. Die immer wieder kehrenden Hooklines, die meist aus fett bratenden Akkorden bestehen, werden mit bombastischen Bläsern und Chören unterstützt und schlagen eine Schneise in das infernalische Chaos aus Mystik und schierer, hasserfüllter Brutalität. Diese kurzen Verschnaufpausen brennen sich in die Gehörgänge und lassen jeden Song zu einem Feuerwerk des Death Metals wachsen.
Bei „Inner Sanctum“ erwartet den Hörer ein freudige Überraschung, bekommt er doch die Gaststimme von NEVERMORE’s Warrel Dane zu hören, dessen krankes Organ in Kombination mit den Angsterfüllenden Leads dem Song eine ganz besondere, emotionale Note verschafft. „Pazuzu“ haut dann als vorletzter Track endgültig alle Neune um, intensiver kann man Death Metal kaum noch gestalten. Nach „Christgrinding avenue“ heißt es erst einmal verschnaufen, bevor „The apostasy“ ein weiteres von unzähligen Malen im Player rotieren wird.

BEHEMOTH sind BEHEMOTH und das ist gut so! Jedes Album einen Schritt weiter Richtung Metal Olymp. Etwas weniger eingängig als „Demigod“ aber eindrucksvoll intensiver. Die Wand, die die Polen hier mauern ist meterdick und aus festem Stein, undurchbrechlich, unnachahmlich! BEHEMOTH eben! So wird’s gemacht! Kaufen, sofort! (Bernie)


Bewertung: 9 / 10

Anzahl der Songs: 11
Spielzeit: 39:54 min
Label: Regain Records
Veröffentlichungstermin: 29.06.2007

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