Eternity Magazin

crionics_neuthrone.jpgCRIONICS veröffentlichen ihr neues Album „Neuthrone“ nach zweijähriger Abstinenz. So steht es zumindest in der Promo – Information. Allerdings werden wohl nur wenige die Band kennen, was sich vielleicht ändern könnte, wenn man hört, aus welchem Land die Jungs kommen.

Diese fiese Klopperei kann nämlich nur einen möglichen Ursprung haben: Polen!
CRIONICS liefern uns hier eine nahezu perfekte Mischung aus VADER und BEHEMOTH, eine eiskalte, kompromisslos brutale Mischung aus brachialen Riffs, versierter Technik und der Zutat X, die jede Death Metal Band aus Polen von Gründung an sein Eigen nennen kann, seien es die zwei genannten oder auch HATE und DECAPITATED. Wie diese eine Zutat, die Kantinenfutter so gleich macht, wäre es sinnlos, sich als polnische Death Metal Band davon frei zu sagen. CRIONICS klingen nach den ersten Sekunden des Openers „New pantheon“ schon so derb nach unserem östlichen Nachbarn, dass einem die Kinnlade herunter knallt.

Polen Death mit Kantinenfraß zu vergleichen ist selbstverständlich ein Frevel und soll mir hier verziehen sein. Ein anderer Vergleich muss für CRIONICS her…
Oder man packt den Hasen einfach bei den Ohren und sagt was Sache ist: CRIONICS machen mich fertig!
Die furiosen Riffs, das donnernde Drumming und die brutalen Vocals sind Death Metal in Perfektion. Diese CD hätte locker vom Hocker 8,5 Punkte verdient, doch leider werden die genialen Songs immer wieder von Sampleteppichen im Hintergrund in ihren Grundfesten erschüttert. Im Hintergrund, aber so markant, dass sie sich in die Gehörgänge fräßen wie diese fiesen Aliens in dem Film, dessen Name ich vergessen habe. Death Metal, den man mit dieser Eindringlichkeit nur von ganz wenigen Bands erfährt, wird hier mit nicht enden wollenden, völlig unnötigen, nervtötenden Klangwellen komplett zerstört. Da möchte man vor lauter Verzückung ob des metallischen Gewitters seinen Schädel an der Wand aufschlagen, nur um dann von Innen völlig in den Wahnsinn getrieben zu werden.

Unterschwellige Botschaften sind Schnee von gestern, was CRIONICS hier bieten ist die pure Hinrzerfresserei. Jeder, aber auch wirklich jeder einzelne Song wird komplett in die Tiefen der Unhörbarkeit gezogen von diesen schlichtweg verärgernden, alles zerstörenden Samples. Synthetische Klänge hin oder her, da kann man geteilter Meinung sein, aber dieser Mist passt zu dem polnischen Death Metal Inferno so gut wie Hansi Hinterseher auf eine schwarze Messe! Hansi kann man zumindest ausbluten lassen, hier bleibt einem aber nichts anderes übrig als dem Verantwortlichen die Pest an den Hals zu wünschen.
CRIONICS haben mit Songs wie „Humanmeat Cargo“, „ Frozen hope“ oder „Arrival 2033“ eine wahre Referenz im Polen Death geschaffen in der genauen Schnittmenge zwischen den zwei bekanntesten Vertretern der Szene, VADER und BEHEMOTH. Durch diese Frechheit von destruktivem Sampleeinsatz wird all das vollkommen kaputt gemacht. Der Verantwortliche gehört erschlagen, erstochen, gevierteilt, ertränkt, gehängt und vollgeschissen! So ein fantastisches Prügelalbum auf solch unverschämte Art und Weise zu verschandeln verdient die ewige Verdammnis…

Fette Produktion, perfekter Polen Death. „Neuthrone“ hätte ein gigantisches Album werden können.
Leider ist es nun eine Platte, die man sich unmöglich im Ganzen anhören kann, weil sich sonst überschäumende Wut über diesen Frevel oder hämmernde Kopfschmerzen einstellen! Wer sich in der Lage fühlt über nervtötende, völlig deplazierte Samples hinweg zu hören, der MUSS sich „Neutrhone“ anhören. Allen anderen sei zumindest zum Versuch geraten, denn wer sich dazu befähigt fühlt, wird ein typisch polnisches Death Metal Feuerwerk erleben. Sensible Menschen wie ich ärgern sich einfach weiter die Krätze an den Hals und legen ne rohe, pur metallische VADER Scheibe in den Player, hach ist das schön… CRIONICS könnten das auch haben… BITTE beim nächsten Mal!!! (Bernie)

Bewertung: 6 / 10

Anzahl der Songs: 11
Spielzeit: 43:40 min
Label: Candlelight Records
Veröffentlichungstermin: 16.07.2007

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