Eternity Magazin
Mit ihren Kollegen HEAVEN SHALL BURN und, mit Abstrichen, MAROON stellen CALIBAN die erste Riege der deutschen Metalcore Bewegung! Einen rasanten Aufstieg in den letzten zwei Jahren mit unzählbare Touren, Festivals und Einzelshows haben die Jungs an die Spitze der Szene gebracht und ihre Fanbasis astronomisch vervielfacht. Mit dem neuesten Brecher "The awakening" wird die Spitzenposition vehement gefestigt. Der Hauptkritikpunkt an CALIBAN von Seiten der metallischen Fans war immer die EMOtionalen Anleihe in Punkto cleanem Gesang von Gitarrist Denis (der Live desöfteren mal ein wenig schief durch die Boxen fällt). Gleichzeitig gehört aber gerade der Wechselgesang zwischen Hart und Zart zu den Trademarks der Band und findet sich selbstverständlich auch auf der neuesten Rille wieder. Freudig zu hören allerdings, dass auf "The Awakening" alles eine Kante aggressiver und härter verwurstet wird (man höre sich nur mal den Brecher "I´ll show no fear"an, hossa).
Bereits beim Opener "I will never let you down" wird deutlich, dass der cleane Gesang viel besser eingebunden ist ins Gesamtgefüge, dessen Basis die fetten, harten Riffs sind.

"Let go"kommt ganz ohne cleane Parts aus und läd wie die meisten Tracks eher zum Moshen als zum Tanzen ein (Obwohl die Mädels ja überall ein paar Takte zum Tanzen finden ;-)). "Another cold day" entpuppt sich zusammen mit dem Opener zu den Highlights des Albums, eingängig, groovig und gut zum Mitsingen für die Massen. Was natürlich bei der deutschen Metalcore Reverenz schlechthin nicht fehlen darf: die Breakdowns. Teilweise verkommen zur größten Lächerlichkeit dieses Genres, zwingend notwendig um das typische Metal-lose Metalcore Publikum überhaupt zur Bewegung zu bringen, sind sie bei CALIBAN im Vergleich doch sehr homogen ins Songgefüge eingewoben.

Generell muss man CALIBAN zugestehen, dass sie mit "The awakening" die wohl flüssigste Platte ihrer bisherigen Karriere eingezimmert haben. Die Songs sind zwar abwechslungsreich in Tempo und Melodie, aber man kann eine Art roten Faden durchs ganze Album hören. Fein gemacht.

Ob CALIBAN mit diesem Album allerdings neue genrefremde Fanbreiten erreichen können, ist fraglich, denn der Stil der Jungs ist doch im Großen und Ganzen gleich geblieben. Beinharte Metaller werden sich auch durch die gesteigerte Aggressivität nicht überzeugen lassen. Songs wie "Give me a reason" oder im Endeffekt alle anderen, Ausfälle kann man nicht verzeichnen, werden allerdings mindestens die bestehenden Fanscharen absolut zufrieden stellen und live für ordentlich Krawall sorgen! Wer dem Metalcore des Jahres 2007 nicht abgeneigt ist, der sollte sich "The awakening" durchaus mal rein drücken. Von Produktion, über Arrangements, Melodien und Riffs passt hier einfach alles zusammen, bisher das Metalcore Highlight des Jahres, das eindrucksvoll beweist, warum CALIBAN an der absoluten Spitze des Genres stehen! (Bernie)


Bewertung: 8,5 / 10

Anzahl der Songs: 12
Spielzeit: 45:17 min
Label: Roadrunner Records
Veröffentlichungstermin: 25.05.2007
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