Auch bei SCARVE wird die ungeschriebene Regel eingehalten, französisches Label signt französische Band. Diesmal ist es das renommierte Listenable Label, das die modernen Metaller mit ihrem neuen Output „The undercurrent“ auf die Meute loslässt. SCARVE haben mehrere Festival Shows und eine Tour mit Geistesbrüdern MESHUGGAH zu verzeichnen und beweisen, dass es, so lange man bei der Weltsprache Englisch bleibt, völlig egal ist, woher eine Band kommt. Wer würde auch anderes denken? … Die Band existiert schon seit fast 15 Jahren und somit ist es auch nicht verwunderlich, wie professionell sich „The undercurrent“ präsentiert. Sehr modern mit Industrial Rhythmen und knallhartem Groove beginnt „Endangered“. Den Industrial Charme versprühen die Franzmänner aber ohne durchdringende Samples sondern allein durch die Instrumentierung und den typischen Rhythmus. Im Hintergrund läuft zwar ein kleiner Soundteppich ab, den man aber nicht wirklich identifizieren kann.
Ein von Daniel Bergstrand sehr dicht und gefüllt produziertes Album ist „The undercurrent“ geworden, von technisch versierten Musikern aufgenommen. Etwas schwierig im ersten Zugang gestalten sich die vertrackten Songstrukturen und der Wechselgesang zwischen modernem Growlen (nein, kein HC Shouter!) und einer etwas melodischeren Stimme, die sich exakt wie DARKANE Shouter Andreas Sydow anhört. Genau hier liegt auch der Hauptkritikpunkt, denn es gibt niemanden im ganzen Metal Bereich, der dem DARKANE Shouter mit seiner einzigartigen Stimme ähnelt. Da hätten die Franzmänner drauf achten können (auch wenn SCARVE vielleicht vor DARKANE bestanden).

Aber davon abgesehen hauen SCARVE hier schön auf die Kacke mit viel Abwechslung zwischen treibenden Doublebasspassagen und Blastbeat Attacken, Growlenden Vocals und melodischen Refrains. Ein besonderes Highlight lässt sich mit „The plundered“ finden. Die angesprochenen technischen Fähigkeiten lassen sich gut mit „Assuming self“ prüfen, das progressiver rüber kommt als der Rest.

Im Großen und Ganzen, könnte der SCARVE Sound für den ein oder anderen etwas sperrig und anstrengend klingen, aber „The undercurrent“ ist ein gutes Album geworden, dass dem modernen Metaller einiges an Futter liefert. (Bernie)

Bewertung: 7,5 / 10

Anzahl der Songs: 8
Spielzeit: 37:27 min
Label: Listenable Records
Veröffentlichungstermin: 10.04.2007
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