Eternity Magazin
Mit CYNICAL BASTARD veröffentlicht einer der besten und vor allem extremsten Bands des Saarlandes unter dem Titel „Art of pain“ ihre neueste CD. Dass das Saarland durchaus für die ein oder andere musikalische Überraschung gut ist, sollte dem regelmäßigen Leser unseres dollen Magazins schon seit geraumer Zeit bekannt sein ;-) Eine Kelle von dieser Art hat das Saarland aber schon lange nicht mehr hervor gebracht! Leitet da John Tardy den Opener von „Art of Pain“ ein? Ein groovendes Riff, sehr rhythmisch gespielt eröffnet die Platte und lädt gleich schon zum vehementen Kopfnicken ein. Aber beim Groove bleibt es mit Nichten, „Suicide“ bietet aus Thrash Metal mit schönen Uff-Zäck Parts und eingängigem Geriffe und Death Metal mit fiesen Blasts alles, was das Brutalo - Herz begehrt. Und zu guter Letzt noch ein kurzes Lead, dass dem ganzen eine gewisse Eingängigkeit verschafft Fieser Schlag in die Fresse, so muss das sein!!

Was genau hinter dem Text zu „Lakritze ist die Hostie des Satans“ steckt, wird wohl für immer unklar bleiben *g*, der Song entpuppt sich aber als eins der Highlights des Albums, das wieder zig verschiedene Rhythmen vereint. Blasts, die einem die Rübe abschrauben und einfache, tierisch groovende Parts, die kein Genick heil lassen. Dieses Konzept führt sich eigentlich auch das ganze Album lang fort. CYNICAL BASTARD legen sehr großen Wert auf Abwechslung innerhalb des Songs, was diese von ihrer Struktur her schon fast progressiv werden lässt.
Technisch bleiben keine Wünsche offen, man konzentriert sich aber vornehmlich darauf, dass die Faust nicht besonders hübsch in die Fresse knallt, sondern darauf, dass sie mit voller Wucht trifft! Will heißen, dass die Saarländer trotz ihrer Fähigkeiten stets auf den beinharten Groove und songdienliche Riffs achten und erhalten sich somit die Brutalität! Feines Ding!

Manko von „Art of Pain“ ist allerdings der Mix. Gerade bei Songs wie „Lakritze ist die Hostie des Satans“ growlt Shouter Gerry schon fast unmenschlich tief, was leider nicht gut genug rauskommt. Schade um die geile Stimme, der Gesang hätte ruhig noch eine ganze Ecke mehr in den Vordergrund gedurft. Aber nichtsdestotrotz klingt „Art of Pain“ recht fett durch die Boxen, ein wenig klarer hätte es sein können aber was solls, der Sound der zynischen Bastarde kommt gut raus und vor allem das Schlagzeug hat einen sehr schönen, natürlichen Klang erwischt, was gerade im Brutal Death Metal Bereich, hinübergehend in Grind immer so eine Sache ist.

CYNICAL BASTARD balancieren stets auf der Schneide zwischen Death Metal und Grindcore, wobei hier wohl DYING FETUS als der treffendste Vergleich anzubringen ist! Allerdings ohne in unkontrolliertes Grindgeholze abzudriften.
Die wichtigste Information über CYNICAL BASTARD wäre wohl: VOLL AUF DIE ZWÖLF! Die Jungs schaffen es, durch immer wieder wechselnde Rhythmen ihre Platte durchweg interessant zu halten, wozu die immer wiederkehrenden Hooks in Form von Leads oder eingängigen Gesangsparts auch ihren Teil beitragen (siehe „Mind pictures“ z.B.)!

CYNICAL BASTARD haben hier eine geile Scheibe vorgelegt, an der es sich nun zu messen gilt. Beim nächsten Mal noch ein wenig mehr Fokus auf den Mix legen und die Wertungsskala steigt noch weiter nach oben! Wer auf abwechslungsreichen Brutal Death Metal mit Hang zum groovenden Grindcore steht, sollte sich mit der Band in Verbindung setzen unter www.myspace.com/cynical666 oder gleich unter der Adresse Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! und sich „Art of Pain“ zulegen, falsch kann man hier nix machen! (Bernie)

Bewertung: 8,0 / 10

Anzahl der Songs: 12
Spielzeit: 35:33 min
Label: Eigenproduktion
Veröffentlichungstermin: April 2007
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